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Latenz (auch Netzwerklatenz, Latenzzeit oder Ping) bezeichnet die Zeit, die ein Datenpaket vom Sender zum Empfänger und wieder zurück benötigt. Sie wird in Millisekunden (ms) gemessen und auch als Round-Trip-Time (RTT) bezeichnet.
Die Bandbreite beschreibt dagegen, wie viele Daten pro Sekunde durch die Leitung passen — in Mbit/s oder Gbit/s. Beide Werte sind unabhängig voneinander: Ein Anschluss mit 1 Gbit/s kann denselben Ping haben wie ein 50-Mbit/s-Anschluss, wenn das physikalische Medium und der Routing-Weg identisch sind.
Was Speedtest-Tools als „Download" anzeigen, ist Bandbreite. Was unter „Ping" oder „RTT" steht, ist Latenz. Die Latenz-Bedeutung im Internet zeigt sich vor allem bei modernen Anwendungen: Bei Online-Gaming bestimmt sie die Reaktionszeit, bei Video-Calls den Echo-Effekt und bei Cloud-Tools das Tippgefühl. Die Bandbreite entscheidet hingegen, wie schnell ein 4K-Stream startet oder wie viele Geräte parallel streamen können.
Ein Ping-Wert von 25 ms setzt sich aus vier Teilstrecken zusammen — jede mit eigenem Zeitbudget:
Wer seinen Ping spürbar senken will, sollte deshalb zuerst wissen, an welcher Stelle die meisten Millisekunden verloren gehen. Glasfaser optimiert vor allem den Last-Mile-Anteil. Bei einem gut aufgestellten Anbieter wie M-net — mit eigenem regionalem Glasfaser-Netz in München, Augsburg und Bayern sowie direkten Übergaben an die zentralen Internet-Knoten — kommen weitere Vorteile durch direkteres Routing hinzu.
| Anschlussart | Typischer Ping | Jitter (Schwankung) | Hauptursache der Latenz |
| DSL (VDSL2) | 15–40 ms | hoch | Interleaving und Kupferdämpfung |
| Kabel (DOCSIS 3.1) | 10–30 ms | mittel | Shared Medium, Abendauslastung |
| Glasfaser (FTTH) | 5–15 ms | niedrig | Direktes Lichtsignal, kein Modem-Overhead |
Was die Tabelle zeigt: Glasfaser liegt im Schnitt 10 bis 25 ms unter DSL und 5 bis 15 ms unter Kabel. Die zusätzliche DSL-Latenz entsteht vor allem durch Interleaving (Datenpakete werden bei DSL zur Fehlerkorrektur absichtlich umgeordnet — das verursacht ein paar Millisekunden Verzögerung) und die Signaldämpfung auf langen Kupferleitungen. Glasfaser vermeidet zusätzlich den Modem-Overhead (die Verarbeitungszeit, die DSL- und Kabel-Modems für die Signalwandlung zwischen Kupfersignal und digitalen Daten benötigen), weil das Lichtsignal direkt am FTTH-Anschluss endet.
Wichtiger als der absolute Wert ist aber der niedrige Jitter — also die Schwankung des Pings über die Zeit. Ein Anschluss mit konstant 12 ms ist für Gaming und Calls deutlich besser als einer, der zwischen 8 und 35 ms springt. Die Werte gelten für Pings zu nahegelegenen Servern (z. B. Frankfurt) unter normaler Last. Bei Stoßzeiten verschlechtern sich DSL- und Kabel-Werte deutlich stärker als FTTH, weil sich bei Kabel mehrere Haushalte ein Medium teilen.
Selbst bei identischer Anschlussart kann der Glasfaser-Ping zweier FTTH-Kunden unterschiedlicher Anbieter um 10 bis 20 ms abweichen. Der Grund liegt im Routing und Peering — also darin, wie ein Anbieter seine Datenpakete ins überregionale Internet übergibt.
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem nationalen Reseller und einem regionalen Netzbetreiber: M-net betreibt in weiten Teilen Bayerns ein eigenes Glasfaser-Netz mit kurzen Wegen ins überregionale Backbone und direkten Übergaben an die zentralen Knoten — was bei latenzkritischen Anwendungen messbar bleibt.
Wir haben gelernt: Vor einem Glasfaser-Anbieterwechsel lohnt sich eine kurze Selbstdiagnose. In vier Schritten lässt sich das Problem in 10 bis 15 Minuten eingrenzen:
Erst nach dieser Diagnose lässt sich seriös beurteilen, ob ein Anbieterwechsel oder eher ein neuer Router sinnvoll ist.
Nicht jede Internetnutzung profitiert gleich stark von einem niedrigeren Glasfaser-Ping. Drei typische Nutzerprofile zeigen, wo Glasfaser den größten Unterschied macht — und wo der Effekt überschaubar bleibt:
Die Internet-Latenz ist die Zeit, die ein Datenpaket vom Sender zum Empfänger und wieder zurück benötigt. Sie wird in Millisekunden gemessen und auch als Ping oder Round-Trip-Time (RTT) bezeichnet. Niedrige Werte (unter 30 ms) stehen für eine reaktive Verbindung ohne spürbare Verzögerung; Werte über 100 ms machen sich als Lag oder Echo bemerkbar.
Ja, ein Ping von 12 Millisekunden gilt als sehr gut. Werte unter 15 ms sind typisch für Glasfaser-Anschlüsse mit kurzem Routing-Weg und reichen für Gaming, Video-Calls und Cloud-Anwendungen problemlos aus. Wichtig ist neben dem absoluten Wert auch ein stabiler Jitter ohne starke Schwankungen oder Verzögerung.