Die regionalen Glasfaser-Experten M-net und AÜW werden den weiteren Glasfaserausbau im Gemeindegebiet von Weitnau vorantreiben. Mit der offiziellen Vertragsunterzeichnung ist nun der Grundstein für den Ausbau gelegt. In diesem und im kommenden Jahr werden 100 Privathaushalte und drei Gewerbebetriebe im Ausbaugebiet mit zukunftssicheren Glasfaserleitungen erschlossen. Dafür verlegt AÜW neue Glasfaserkabel mit einer Länge von rund knapp 18 Kilometer.
Der Hausanschluss ist für die Gebäudeeigentümer im Rahmen des nun vereinbarten Ausbauprojekts kostenlos. Für Eigentümer, die diese Gelegenheit nicht wahrnehmen und sich erst zu einem späteren Zeitpunkt für einen Anschluss entscheiden, können hingegen erhebliche Kosten für die individuelle Nacherschließung anfallen.
Bei dem sogenannten FTTB/H-Ausbau (Fiber-to-the-Building/Home) wird komplett auf die Verwendung von Kupferkabeln verzichtet und eine durchgängige Infrastruktur aus Glasfasern bis in die einzelnen Gebäudekeller oder Wohnungen hinein errichtet. Auf dieser Basis können Bandbreiten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde und künftig sogar noch viel höhere Geschwindigkeiten bereitgestellt werden.
Der Ausbau ist bereits die zweite geförderte Maßnahme zur FTTB/H-Erschließung in der Gemeinde Weitnau. „Schon im Rahmen des ersten Förderprogramms haben AÜW und M‑net bis 2025 rund 1.000 Haushalte und Betriebe in der Gemeinde mit Glasfaserleitungen erschlossen. Die Bauarbeiten für den neuen Abschnitt starten noch in diesem Jahr und sollen bereits 2027 abgeschlossen sein“, erklärt Michael Vollkomm, Netzplanung AllgäuNetz GmbH. Zusätzlich wird AÜW bis 2030 weitere Ortsteile eigenwirtschaftlich ausbauen. Beginn ist in diesem Jahr in den Ortsteilen Seltmans und Silbratshofen.
„Mit dem nun beschlossenen FTTB/H-Ausbau erreichen wir die letzte Ausbaustufe und schaffen die technologische Grundlage für künftig noch schnellere Internetverbindungen“, sagt M-net Regionalmanagerin Silvia Kleinscheck. „Damit sind die Bürgerinnen und Bürger bestens für die digitale Zukunft gewappnet. Denn im Gegensatz zu allen kupferbasierten Anschlusstechnologien meistert ein reiner Glasfaseranschluss auch langfristig die Anforderungen, die mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft auf uns zukommen.“
Der 1. Bürgermeister von Weitnau Florian Schmid ergänzt: „Der Glasfaserausbau ist ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge und damit auch für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit M-net und AÜW zwei starke regionalen Partner dafür gewinnen konnten, die Gemeindeteile rund um den Kernort von Weitnau mit einem neuen Hochgeschwindigkeitsnetz als Lebens- und Wirtschaftsraum für die Zukunft zu stärken.“
Warum Glasfaser?
Mit einem Glasfaseranschluss sind sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien zukunftssicher ausgestattet: Dieser bietet hohe und stabile Bandbreiten, ist besonders zuverlässig gegenüber externen Einflüssen wie Unwettern und Gewittern und ist auch für besonders datenintensive Anwendungen geeignet. Dazu zählen rasante Up- und Downloads, unterbrechungsfreies Videostreaming auch auf mehreren Endgeräten, Online-Gaming, das Speichern und Abrufen von Daten in einer Cloud oder die Nutzung des Anschlusses im Home-Office.
Auch über den reinen Leistungsaspekt hinaus hat die Glasfaser klare Vorzüge gegenüber herkömmlichen Übertragungstechnologien. So ist die Datenübermittlung per Licht deutlich energieeffizienter als die über kupferbasierte Anschlüsse.
