Der 30. Juli 1996 markierte den Start der mittlerweile 30-jährigen Unternehmensgeschichte: Seinerzeit gründeten die Stadtwerke München, die Bayernwerke, die Stadtsparkasse München sowie die Bayerische Landesbank M-net, um die kommunale Daseinsvorsorge um den Zukunftsmarkt Telekommunikation zu erweitern. Ähnliche Unternehmen entstanden unter Beteiligung der dortigen Stadtwerke in Nürnberg, Augsburg und Kempten; 2004 beziehungsweise 2006 wurden sie unter dem Dach von M-net zusammengeführt. Diese regionale Verwurzelung prägt M-net bis heute und bildet das starke Fundament des Unternehmens, das sich in den Folgejahren sowohl technologisch als auch strategisch schnell weiterentwickelte: Der Netzbetreiber für Geschäftskunden avancierte Schritt für Schritt zum Full-Service-Anbieter auch für Privatkunden und in neuen Regionen.
Vom Glasfaser-Pionier zum Platzhirsch beim Glasfaserausbau
Speziell die modernen Glasfasertechnologien wie FTTB (Fiber-to-the-Building) und FFTH (Fiber-to-the-Home) haben die Entwicklung von M-net geprägt. So hat sich das Unternehmen im Bereich der Glasfasertechnologie in einer sehr frühen Phase immer wieder als Pionier hervorgetan:
- Bereits 2007 startete M-net mit den Stadtwerken München (SWM) erste Pilotprojekte für den Glasfaserausbau in der bayerischen Landeshauptstadt.
- Ab 2010 entstanden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Infrastrukturpartnern eigene Glasfasernetze in München, Augsburg, Erlangen und vielen weiteren Städten und Gemeinden in Bayern.
- 2013 folgte der Glasfaserausbau mit einem regionalen Infrastrukturpartner im hessischen Main-Kinzig-Kreis und damit der Schritt über die Grenzen Bayerns hinaus.
- 2019 fiel die Entscheidung, den Fokus vollständig auf die FTTH-Technologie zu legen.
In den drei Jahrzehnten seit der Gründung von M-net hat sich die Telekommunikationsbranche grundlegend verändert: So wandelte sich der europäische Markt seit den 1990er Jahren – ausgehend von staatlich dominierten Telefonanbietern als Hauptakteuren – zu einem wettbewerbsorientierten Ökosystem. Stand anfangs die Festnetztelefonie im Vordergrund, so ist heute der schnelle und sichere Datentransfer entscheidend. Während das Internet 1996 ein Thema für technikaffine Pioniere und Unternehmen war, sind heute weltweit rund sechs Milliarden Menschen online.
„Mit der Entwicklung und Verbreitung von mobilen Endgeräten und Applikationen sowie der digitalen Infrastruktur dahinter wurde aus dem Internet ein permanenter Begleiter. Der Glasfaserausbau spielte hierbei eine zentrale Rolle“, sagt Soeren Wendler, Sprecher der Geschäftsführung von M-net. „Glasfaser ist die mit Abstand zukunftssicherste Anschlusstechnologie und damit Grundlage für die Digitalisierung. Heute stehen neben Zugang und Geschwindigkeit vor allem Verfügbarkeit, Sicherheit, digitale Souveränität und Nachhaltigkeit im Vordergrund.“
Gemeinsam mit Partnern und Kunden sogar einen Weltrekord erreicht
Dass M-net im Laufe seiner Unternehmensgeschichte immer wieder als Innovationstreiber in Erscheinung getreten ist, liegt insbesondere auch in der engen Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden begründet. Das verdeutlichen nicht zuletzt die technologischen Durchbrüche allein der letzten Jahre:
- In einem Feldtest mit Nokia gelang es M-net 2019 erstmals, eine Datenrate von 500 Gbit/s auf einer einzelnen Wellenlänge des Lichts zu erzielen – ein Weltrekord.
- 2024 führte M-net als erster deutscher Internetanbieter die Datenübertragung mit 800 Gbit/s in seinem Glasfaser-Backbone ein.
- 2025 ging mit dem Hyperspeed-Tarif „Internet 5000" der bis dahin schnellste Internetanschluss für Privatkunden in Bayern an den Start.
Mehr als 900.000 Haushalte sind heute an das Glasfasernetz von M-net angeschlossen. Neben der Versorgung mit zuverlässiger Infrastruktur bietet das Unternehmen seinen Kunden Produkte rund um Internet, Telefonie, IPTV, Vernetzung, digitale Sicherheit und Rechenzentren.
Das breite Fundament für die Bereitstellung von innovativen, zukunftssicheren Kommunikationstechnologien bilden stabile, langfristige Partnerschaften auf allen Ebenen. Ein starker kommunaler Gesellschafterkreis, bestehend aus den Stadtwerken München (SWM), den Stadtwerken Augsburg (swa) sowie dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW), steht für ein klares Bekenntnis zum weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur und zur regionalen Wertschöpfung.
Um seinen Kunden vor Ort leistungsstarke Telekommunikationsdienste zu bieten, betreibt M-net neben dem Glasfaserausbau in den Gesellschafterstädten Kooperationen mit über 50 erfahrenen, kompetenten Partnern, insbesondere beim Bau und Betrieb der Glasfaserleitungen. „Durch die Zusammenarbeit heben wir die jeweiligen Stärken, schätzen die individuellen Gegebenheiten in den Teilregionen und beschleunigen durch Zusammenschaltung nachhaltig homogene Versorgungsgebiete“, sagt Wendler.
Open-Access-Kooperationen stellen von Beginn an einen wichtigen Leitgedanken dar: So bekennt sich M-net zu Open Access zu fairen Konditionen, unterstützt die Vermarktung durch andere Telekommunikationsanbieter auf dem eigenen Netz und nutzt die Netze anderer Anbieter wie etwa Deutsche Telekom, Vodafone und Deutsche Glasfaser. „Die Anbietervielfalt ist vorteilhaft für die Kunden und dient dazu, die Netzauslastung zu erhöhen. Hervorzuheben ist hier beispielsweise die strategisch wichtige, sehr gut funktionierende Zusammenarbeit von M-net, der Deutschen Telekom und den SWM beim richtungsweisenden FTTH-Ausbauprojekt in München.“ Den kontinuierlichen FTTH-Ausbau treibt M-net zudem in enger Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft voran.
Nicht zuletzt fußt der Erfolg von M-net auf langjährigen, vertrauensvollen Kundenbeziehungen. Zahlreiche namhafte Geschäftskunden nutzen Telekommunikationslösungen von M-net, um ihr Business leistungsfähig, sicher und resilient zu gestalten. Auch Privatkunden schätzen den Service und die Kundennähe. So setzt M-net weiterhin bewusst auf stationäre Shops, um persönliche Beratung vor Ort zu bieten.
M-net verbindet Menschen digital und persönlich
„Die Branche ist heute eine völlig andere als in den 90er-Jahren. Breitband-Internet ist längst zur zentralen Infrastruktur für Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag geworden. Hochleistungsfähige Glasfaserleitungen bis in die Wohnung oder das Büro sind entscheidend. Was sich in 30 Jahren nicht verändert hat: der Pioniergeist, die Innovationskraft und Heimatverbundenheit von M-net. Als Anbieter aus der Region für die Region sehen wir es als unseren Auftrag, zur Daseinsvorsorge beizutragen und Teilhabe durch sichere digitale Infrastruktur zu ermöglichen“, sagt Maximilian Oertle, Technischer Geschäftsführer bei M-net.
Auch im Unternehmen spielen die Menschen für M-net eine wichtige Rolle. Waren es bei der Unternehmensgründung 1996 gerade einmal zwölf Mitarbeitende, so arbeiten hier heute mehr als 920 Personen aus über 30 Nationen. Die zu Beginn dieses Jahres wiederholte Zertifizierung als „Great Place to Work“ und „Great Start!“ unterstreichen ein gutes Management, eine hohe Mitarbeiteridentifikation und einen starken Teamgeist. Viele Mitarbeitende begleiten die Entwicklung von M-net seit langer Zeit, einige sogar seit den ersten Stunden.
FTTH-Ausbau vorantreiben und verlässliche Infrastrukturen schaffen
Mit einem leistungsstarken Glasfasernetz möchte M-net auch in Zukunft die erste Wahl für Kunden und Partner in der Region sein. „Wir werden unsere Infrastruktur und die partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen“, betont Maximilian Oertle. „Unsere Mission ist es, mit erstklassigen Produkten und Lösungen sowie ausgezeichnetem Service zu begeistern. So verbinden wir unsere Kundinnen und Kunden mit der digitalen Welt und bringen gleichzeitig unsere Region voran.“
Soeren Wendler beschreibt die künftigen Herausforderungen: „In den kommenden Jahren wird es vor allem darauf ankommen, den FTTH-Ausbau weiter voranzutreiben und damit digitale Teilhabe auf möglichst breiter Basis zu erreichen. Mit unserem Kerngeschäft wollen wir ein Wegbegleiter für den Fortschritt sein und die digitale Zusammenarbeit sowie die vernetzte Industrie fördern. Unser Ziel ist es, verlässliche Infrastrukturen zu schaffen – bis hin zu souveränen Cloud-Architekturen, die wir künftig unter anderem mit neuen Rechenzentrumsressourcen sicherstellen. Unsere Kooperationen stellen hierfür eine wichtige Grundlage dar.“
Bildunterschrift:
Maximilian Oertle (l.), Technischer Geschäftsführer, und Soeren Wendler, Sprecher der Geschäftsführung von M-net. (Foto: M-net/Alexandra Beier)
